23.09.2026
Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart und ST Engineering, das internationale Technologie-, Verteidigungs- und Engineering-Konzern mit Hauptsitz in Singapur, haben am 17.09.2026 ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Die Partner wollen ihre Kompetenzen in zentralen Zukunftsfeldern bündeln und gemeinsam neue Technologien für industrielle Anwendungen erforschen und weiterentwickeln.
Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding schaffen das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart und ST Engineering einen Rahmen für eine langfristige internationale Forschungs- und Innovationskooperation. Im Rahmen des gemeinsamen Termins wurde auch ein Memorandum of Understanding zwischen ST Engineering und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA unterzeichnet und damit die Zusammenarbeit mit einem weiteren Forschungspartner gestärkt.
Die Kooperation verbindet die wissenschaftliche Expertise des EEP der Universität Stuttgart mit der industriellen Technologie- und Anwendungskompetenz von ST Engineering.

Neue Geschäftsfelder, ST Engineering (links), und Prof. Dr.-Ing. Alexander Sauer,
Leiter des EEP, Universität Stuttgart (rechts).
Gemeinsame Forschung in zentralen Zukunfstfeldern
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf AI – der Verbindung von künstlicher Intelligenz mit physischen Systemen wie Robotern und autonomen Systemen. Auch für ST Engineering ist Physical AI ein strategisches Forschungsfeld.
Die neue Kooperation eröffnet die Möglichkeit, Kompetenzen und Forschungsinfrastrukturen der Partner zusammenzubringen, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten anzustoßen und neue Ansätze unter anwendungsnahen Bedingungen zu untersuchen.
„Die technologischen Herausforderungen der Industrie erfordern heute mehr denn je internationale Zusammenarbeit und die Verbindung komplementärer Kompetenzen. Gemeinsam mit ST Engineering wollen wir neue technologische Ansätze schneller von der Forschung in die industrielle Anwendung bringen und damit konkrete Impulse für die Produktion der Zukunft setzen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Alexander Sauer, Institutsleiter des EEP.
„Diese Zusammenarbeit basiert auf unserer gemeinsamen Überzeugung, dass die Verbindung neuer Technologien die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie nachhaltig stärken kann. Indem wir Kompetenzen in Bereichen wie künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit zusammenführen, können wir die Entwicklung innovativer industrieller Lösungen beschleunigen – beispielsweise für sicherere und resilientere Energiesysteme. Mithilfe der WAVE-H2-Plattform der Universität können wir diese Innovationen für den Einsatz in der Praxis validieren“, sagt Cheryl Chan, Leiterin Konzernstrategie und Nachhaltigkeit bei ST Engineering.

WAVE-H2 als Plattform für Forschung und Transfer
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Forschungsplattform WAVE-H2 der Universität Stuttgart. Sie wurde vom Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) und dem Institut für Photovoltaik (ipv) aufgebaut und umfasst zwei Standorte in Stuttgart-Vaihingen und Freudenstadt.
Während die Innovationsmodule in Stuttgart Forschung und Entwicklung unter anderem an Brennstoffzellen, Elektrolyseuren und chemischen Energiespeichern ermöglichen, können am Standort Freudenstadt Technologien und Systeme im industriellen Maßstab untersucht werden. Die Plattform deckt damit wesentliche Bereiche der Wasserstoffwertschöpfungskette ab – von der Erzeugung über Speicherung und Umwandlung bis zur Nutzung von Wasserstoff in industriellen Anwendungen.
Für die Zusammenarbeit mit ST Engineering bietet die Plattform WAVE-H2 eine Umgebung, in der innovative Technologien und Lösungen unter realitätsnahen Bedingungen erprobt, validiert und weiterentwickelt werden können.
Internationale Zusammenarbeit für die Produktion der Zukunft
Mit dem Memorandum of Understanding wollen die Universität Stuttgart und ST Engineering neue Möglichkeiten für den internationalen Wissens- und Technologietransfer schaffen. Die Verbindung von Forschung, moderner Infrastruktur und industrieller Anwendung soll dazu beitragen, neue Lösungen in den vereinbarten Technologiefeldern zu entwickeln und deren Einsatz in der Produktion voranzutreiben.
Die Kooperation erweitert zugleich die internationale Vernetzung des EEP und schafft eine Grundlage für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit ST Engineering.

